In einem neuen Film befreit die Schauspielerin Sandra HülIer Ingeborg Bachmann aus dem Korsett des Tragischen. Ein Gespräch mit Regisseurin Regina Schilling und Sandra Hüller über ihr komplexes Filmporträt der Autorin.
Kann man künstlicher Intelligenz Anstand eintrichtern, ihr beibringen, moralisch zu handeln und die Welt nicht zu ruinieren? Ja, man kann. Aber nur, wenn man weiß, mit wem man es da eigentlich zu tun hat.
Die Abgründe und Vorzüge der Nutzung Künstlicher Intelligenz bilden eine prekäre Balance: ein Gleichgewicht des Schreckens, das Regulierung und Differenzierung geradezu einfordert. Doch das Gegenteil geschieht.
Der deutsche Mediendenker Roberto Simanowski bietet in seinem neuen Buch nichts weniger als „eine Philosophie der Künstlichen Intelligenz“. Ein Gespräch mit dem Autor über ethische Abgründe, technologischen Erfindungszwang und die kriminelle Energie der Maschinen.
Kommenden Montag wird die KI-Expertin Sarah Spiekermann ihre Stiftung für eine technologisch nachhaltigere Zukunft vorstellen. Die Future Foundation soll einer neuen, spezifisch europäischen digitalen Ethik Vorschub leisten.
Ungeahnte Neugestaltung: Die deutsche Theater- und Opern-Bühnenbildnerin Anna Viebrock, berühmt durch ihre Arbeit mit Regisseur Christoph Marthaler, bereichert die Mumok-Eröffnungsschau mit Enthusiasmus und Exzentrik.
In wenigen Tagen wird die schwedische Kuratorin Fatima Hellberg als neue Direktorin das Wiener Museum moderner Kunst wiedereröffnen. Das Misstrauen, das ihr manche entgegenbringen, nimmt sie gelassen. Ein Ortsbesuch vor der Premiere.
Angriff des Riesenhahns: Der hintergründige Witz des isländischen Filmemachers Hlynur Pálmason prägt auch dessen grandiosen vierten Spielfilm, „The Love That Remains“.
Die Arbeit der britisch-nigerianischen Künstlerin Onyeka Igwe, die in der Wiener Secession nun mit einer Solo-Show gewürdigt wird, kreist bildgewaltig um die Spuren des Kolonialismus.
Wohlklang mit Tiefgang: Die stilprägenden Electronica-Enigmatiker Boards of Canada stellen sich auf ihrem ersten Album seit 13 Jahren dem Inferno der Gegenwart.
Elfie Semotan, Österreichs bedeutendste Fotografin, starb vor wenigen Tagen 84-jährig an einem Herzstillstand. Mode und Kunst gingen in ihrem Werk eine rare Liaison ein.
Mit Elfie Semotan starb Österreichs berühmteste Fotografin. Einst sprach sie mit profil über die nervtötende Naomi Campbell, Ornella Mutis Busen, „Germany's Next Top Model“ und ihren Begriff von wahrer Schönheit.
Der Tiroler Theologe Wolfgang Palaver, 67, der bei den Wiener Festwochen mit Peter Thiel ein konfrontatives Gespräch hätte führen sollen, erklärt hier, warum dessen radikaler Individualismus „anthropologisch falsch“ sei, woran Thiel glaubt – und in welcher Hinsicht dies „hochproblematisch“ sei.
Peter Thiel könnte das Ende der Zivilisation einläuten, sagt der Medientheoretiker Douglas Rushkoff. Im profil-Interview analysiert er die Weltherrschaftsfantasien der Tech-Bros und was wir ihnen entgegensetzen können.
Tech-Bros wie Elon Musk, Mark Zuckerberg und Peter Thiel mischen sich auf brandgefährliche Weise in unser Leben ein. Doch die Ausladung des Antidemokraten Thiel zu den Wiener Festwochen zeigt, dass sich gegen die ultrarechten Silicon-Valley-Milliardäre eine kritische Öffentlichkeit formiert.
Der Sommer kann kommen. Weltallausflüge, Katastrophenberichte, Literaturklassiker, Internet-Ratgeber, Musikbücher, Kulturessays, Reisereportagen, Liebes- und Familiengeschichten für die kommenden Wochen. Die Empfehlungen der profil-Redaktion.
Elfriede Jelineks Kapitalismus-Attacke „Unter Tieren” feiert bei den Salzburger Festspielen Premiere und übersiedelt danach ans Burgtheater. Eine Marathonlesung mit Mavie Hörbiger und Caroline Peters an der Burg gab einen Vorgeschmack auf das möglicherweise letzte Stück der Nobelpreisträgerin.
Als sich Festwochen-Chef Milo Rau schließlich gezwungen sah, seine groß angekündigte Debatte mit dem demokratiefeindlichen Tech-Apokalyptiker Peter Thiel abzusagen, war dies nur der finale Akt eines außer Kontrolle geratenen Planspiels. Schlechter hätte es nicht laufen können.
Sie wird inbrünstig gehasst und kultisch verehrt: Die Wiener Künstlerin Florentina Holzinger spaltet mit ihrem Schock- und Aktionstheater die Welt. Was treibt sie an? Welchen Vorgaben folgt sie? Versuch einer Erklärung in 14 Begriffen.
Die Choreografin Silke Grabinger spielt als einzige Österreicherin in der Oberliga der internationalen Robotik-Kunst. Begegnung mit einer Bühnenakrobatin, die Mensch und Maschine verschmelzen lässt.
Die Goldene Palme der 79. Filmfestspiele in Cannes ging überraschend nach Rumänien. Die Regisseurinnen Sandra Wollner und Valeska Grisebach fanden sich ebenfalls unter den Ausgezeichneten – und demonstrierten erneut die weltweite Strahlkraft österreichischer Kunst.
Mit Harfen, Drohnen, Piercing-Nadeln und Monstertruck rückte die Biennale-gestählte Amazonentruppe der Künstlerin Florentina Holzinger aus, um für die Festwochen auf dem Heumarkt und dem legendären Nitsch-Schloss ein gewaltiges, achtstündiges Aktions-Schauspiel in Szene zu setzen.
Morden mit den Nazis und der Mafia: Kurz vor der Preisverleihung fuhr das 79. Filmfestival in Cannes noch düster-starke Kinostücke zu Krieg, Korruption und Kriminalität – und ein paar veritable Attraktionen auf.