Der Kuseng
Kulturtipp

„Jede Generation hat das Recht auf ihren eigenen Niavarani“

Der Kuseng liefert mit seinem Kabarett-Debüt „Hoamatlond, Hoamatlond“ ein grundehrliches Stück zur Gegenwart.
Eva Sager

Von Eva Sager

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„Jede Generation in Österreich hat das Recht auf ihren eigenen Niavarani“, sagt Der Kuseng. Seit der Premiere von „Hoamatlond, Hoamatlond“ ist der wohl gefunden. Mit seinem Kabarett-Debüt gelingt ihm ein grundehrliches Stück Gegenwart. Es geht um Herkunft, Geschlecht und Klasse, aber eben auch um Poetry-Slams auf provisorischen Landbühnen und schwankende Satellitenschüsseln am elterlichen Balkon. Es ist eine Hommage an Österreich und gleichzeitig das absolute Gegenteil davon. „Hoamatlond, Hoamatlond“ widmet sich mit scharfem Blick den Neurosen dieses Landes und vergisst dabei keine Sekunde lang auf die dafür notwendige Selbstironie. Schließlich wurden schon viele Witze über Linz gemacht, bei Der Kuseng sind sie aber endlich lustig.

Die Premiere vergangenen Mittwoch endete mit Standing Ovation, einem Haufen Blumen und dem Versprechen, dass Heimat mehr ist, mehr sein muss, als gemalte Grenzen auf einer Landkarte. Am 10. April 2025 spielt Der Kuseng in der Kulisse Wien eine Zusatzshow.

Kabarett-Poster von Der Kuseng

Zur Person

Der Kuseng wuchs als Flüchtlingskind in Oberösterreich auf. 2016 übersiedelte er nach Wien, machte sich dort nicht nur als LGBTIQ+-Aktivist einen Namen, sondern auch als Rapper.

Eva Sager

Eva Sager

seit November 2023 im Digitalteam. Schreibt über Kultur, Gesellschaft und Gegenwart.