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1450 im Test: Kann diese Gesundheitshotline das Gesundheitssystem retten?

Wer ein Leiden hat, soll die Gesundheitshotline 1450 anrufen, anstatt ein Spital aufzusuchen, will die Regierung. profil hat in Wien und Niederösterreich mitgelauscht, wer dort bereits anruft.

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„1450, die telefonische Gesundheitsberatung. Was kann ich für sie tun?“ – „Sind Sie Ärztin?“ – „Ich bin diplomierte Krankenschwester. Wie kann ich Ihnen helfen?“ – „Ich bin adipös, habe Brustschmerzen und angeschwollene Knöchel.“ – „Wegen der Hitze?“ – „Die Hitze ist eine Katastrophe. Ich bin am Wochenende viel gelegen.“ – „Spüren Sie jetzt Schmerzen in ihrer Brust?“ – „Ich bin nur schlapp.“ – „Haben Sie das Gefühl, ohnmächtig zu werden?“ – Nein, ich bin nur extrem müde.“

Es ist Montag, 11.13 Uhr, in der niederösterreichischen Notrufzentrale in St. Pölten. Raphaela Jäger ist seit 6 Uhr im Dienst und nimmt ihren 18. Anruf entgegen. In der Leitung ist eine Frau, die 1450 in der Arbeit gewählt hat. Vom Call-Center aus wurde sie in die Abteilung durchgestellt, in der 40 diplomierte Pflegepersonen wie Jäger arbeiten. Hier nennt man sie „Emergency Care Nurses“. Je nach Tageszeit sind eine bis neun Kolleginnen und Kollegen gleichzeitig im Einsatz – in der Zentrale oder im Homeoffice. Am meisten ist in der Früh und am frühen Abend los.

„Haben Sie weitere Vorerkrankungen?“ Die Anruferin leidet an einer Fettleber.

Clemens Neuhold

Clemens Neuhold

Seit 2015 in der profil-Innenpolitik, davor bei Wiener Zeitung, Migrantenmagazin biber und KURIER. Seine Recherchen beschäftigen sich vor allem mit Zuwanderung, Bildung und Gesundheit.